Residenzstraße Berlin Wedding

Aufgabe:Vorentwurf
Zeitraum:August - September 2019
Standort:Berlin Wedding
Nutzung:Wohn- und Geschäftshaus
Gewerbeeinheiten:3
Wohneinheiten:32 (8 Einraumwohnungen, 9 Zweiraumwohnungen, 15 Dreiraumwohnungen)

 

Das Gebäude nimmt die vorhandene Blockrandstruktur auf und führt diese weiter. Deshalb wurde die Südwestfassade auch als geschlossene Fassade geplant. Das fünfgeschossige Gebäude staffelt sich im obersten Geschoss zurück, um die vorhandenen Traufkanten aufzunehmen.

Die Hülle des Gebäudes ist durchgängig mit Faserzementplatten bekleidet, welche im Bereich der Treppenhausfenster perforiert ist, um die Geschossstruktur auch über die Podeste der Treppen weiterzuführen. Im Erdgeschoss werden im Gegensatz zu den glatten Platten am restlichen Gebäude strukturierte Platten in der selben Farbe eingesetzt. Dies soll zum einen das Erdgeschoss absetzten, zum anderen aber die Homogenität der Fassade nicht stören.
Als ergänzendes Material wird eloxiertes Blech als Brüstungen sowie für die Absturzsicherung vor den Öffnungsflügeln der Fenster einsetzt.

Im Erdgeschoss befinden sich drei Gewerbeeinheiten mit jeweils ca. 50m² Gewerbefläche.
Hofseitig sind 4 Wohnungen angeordnet.
Außerdem sind die dienenden Flächen, wie Hausanschlussraum, Fahrradabstellraum, sowie ein Durchgang zum Hof im Erdgeschoss zu finden.

Die Eingangsbereiche und der Hofdurchgang werden jeweils mit einer gekrümmten Wand markiert und springen ein wenig zurück, um einen Wetterschutz zu bilden.

Der Hof ist in jeweils den Wohnungen und Gewerbeeinheiten zugeordneten Terrassen, sowie einen gemeinschaftlichen Grünbereich unterteilt.

Das erste bis dritte Obergeschoss sind jeweils gleich.
Sie beherbergen jeweils Wohnungen unterschiedlicher Größe (von Einraum- bis Dreiraumwohnungen).

Ziel war es, ein möglichst gutes Verhältnis von Erschließungsfläche zu Wohnfläche zu erreichen, weshalb die Treppenhäuser möglichst kompakt gehalten sind.

Die Balkone sind zum Innenhof ausgerichtet, um ein homogenes Fassadenbild zur Residenzstraße zu erzeugen.

Das Dachgeschoss folgt formal den im Erdgeschoss eingeführten gekrümmten Wänden.
Residenzstraßenseitig springt die Fassade jeweils im Bereich der Wohnungen zurück und bildet dadurch einen Freibereich aus.
Hofseitig wird ebenso verfahren, wobei der Gemeinschaftsbereich eine großzügige Terrasse oberhalb des westlichen Apendix erhält.

Der zuvor erwähnte Gemeinschaftsbereich stellt einen Sonderbereich, der ansonsten durch unterschiedliche Wohnungen genutzten Fläche dar.
Hier wird allen Bewohnern eine Fläche für Veranstaltungen zur Verfügung gestellt, welche das soziale Miteinander fördern soll.