Umbau und Erweiterung Jung Gründervilla

Aufgabe:Wettbewerb
Zeitraum:
Standort:Schalksmühle

Der eingereichte Beitrag zur Umstrukturierung des dreigeschossigen Bestandsgebäudes sowie zum Neubau eines Erweiterungsgebäudes hat die Schaffung der geforderten Funktionen unter Wahrung und Stärkung der vorhandenen besonderen Qualitäten zum Ziel.

Die exponierte Lage mit ihren außergewöhnlichen Ausblicken über das Volmetal, der Wiege der Erfolgsgeschichte der Firma Jung. Das natürliche Gefälle des Grundstücks, welches besondere Blickwinkel auf die Komposition von Alt- und dann auch Neubau bietet. Die Baukörper bilden eine L-Form und fassen somit den südöstlichen Bereich des Grundstücks als Garten und stärken die Ausrichtung hin zum ehemaligen Fabrikgebäude, durch die der historische Bezug zur Firmengeschichte und ihre Gründung reflektiert werden kann.

Das Bestandsgebäude soll erhalten und in seiner äußeren Struktur erkennbar bleiben. Die Änderungen beschränken sich weitestgehend auf die innenräumliche Aufteilung. Lediglich im Dachgeschoss werden im Bereich der Gauben zu Gunsten der räumlichen Qualität großzügige Verglasungen vorgesehen.

Als den Garten nach Norden hin fassendes Element ergänzt der Erweiterungsbau in Form eines einfachen Riegels das Bestandsgebäude. Alle wesentlichen Funktionen des Erweiterungsbaus sind auf einer Ebene in gleicher Höhe mit dem Erdgeschoss der Gründervilla angeordnet. Er kann also ohne Hürden vom westlichen Außenraum aus erreicht werden. Im Inneren können vier Arbeitsplätze flexibel angeordnet werden. Es stehen Flächen für Geräte zum rapid prototyping und zur digitalen Entwicklung von Einzelstücken und Kleinserien zur Verfügung.

Die vorgehängte Fassade dient als verschattendes Element. Sie öffnet sich in den Bereichen der verglasten Flächen stärker und dient durch ein geringeres Öffnungsmaß in sensibleren Bereichen als Blickschutz. Die Fassade setzt sich aus 30cm x 30cm großen, quadratischen Elementen zusammen, die dem Schalter bzw. in ihren Öffnungen den Steckdosen nachempfunden sind. Die unterschiedlichen Schalterpositionen erzeugen eine Unregelmäßigkeit in der Oberfläche und eine interessante Abwechslung in Reflektion und Schattenwurf.